Fundaction Cesar Manrique

Autor: mschilke | Allgemein | Samstag 12 Dezember 2009 19:03

In Tahiche, einem kleinen Ort etwa 15 km von der Hauptstadt Arrecife entfernt, befindet sich das ehemalige Wohnhaus des Künstlers. Hier ist auch die Stiftung ansässig. Die Fundacion César Manriqueliegt direkt an der Hauptstraße zwischen San Bartolomé und Costa Teguise. Ein grosses silbernes Windspiel, weist den Besuchern schon aus der Ferne den Weg.

Erst am Ausgang des Museums kann man eine Collection von Bildern des Künstlers bewundern. Ansonsten gibt es im Museum eine Auswahl zeitgenössischer kanarischer Kunst zu bewundern. Der Umbau des Hauses wurde von Manrique selbst geleitet.

Die Stiftung ist von Manrique selber und von Freunden 1982 gegründet und im März 1992 eröffnet worden. Die Stiftung trägt sich finanziell selbst und verfolgt dem Auftrag der Förderung und Verbreitung der künstlerischen Tätigkeit, Erhaltung, Erforschung und Verbreitung des Werkes Manriques.

Das Haus steht auf einem ca. 30.000 m² großen Lavafeld, das bei den Vulkanausbrüchen von 1730 bis 1736 entstanden ist. Unter dem Haus befinden sich 5 natürlich entstandene Lavablasen. Innerhalb des Hauses fügen sich die Räume und die Baumaterialien zu einer Symbiose von Natur und Architektur. Über diesen Blasen ist das Haus errichtet worden. Das Haus hat fast 1800 qm Wonhnfläche. In der ehemaligen Garage ist heute ein Imbiss und ein Shop eingerichtet worden.

Cesar Manrique (1919-1992) kehrte 1968 von New York auf seine Heimatinsel zurück. Er entdeckte inmitten eines Lavafedes einen Baum, der aus einer der Lavablasen wuchs. Das Land bekommt er geschenkt, die Besitzer halten es für wertlos. Fast 25 Jahre arbeitete der Künstler an seinem Haus. Von aussen ist das Gebäude nicht von anderen Bauten auf der Insel zu unterscheiden.

Der Eintritt beträgt 7 Euro
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10.00 bis 18.00 Uhr. Sonntags von 10.00 bis 15.00 Uhr.
Feiertags: geöffnet.
Telefon (928) 84 31 38
Fax (928) 84 34 63

César Manrique wurde am 24.04.1919 in Puerto Naos geboren.
In Caleta de Famara wuchs Manrique mit drei weiteren Geschwistern auf.
Schon beginnt er zu malen. Inspirieren lässt sich der Künstler dabei von der bizarren Landschaft Lanzarotes von den Steilküsten und Lavafeldern.

César Manrique kämpfte im spanischen Bürgerkrieg an der seite des späteren Diktators Franco. Nach dem Ende des Krieges kehrte C.M. 1939 nach Lanzarote zurück. Nach seiner Rückkehr verbrannte er seine Uniform und war von nun an Pazifist.

C.M. begann Architekturzu studieren, dieses Studium bracht er aber nach 2 Jahren ab.
1945 schloss er das Studium in Madrid an der “Academia de Bellas Arte
s de San Fernando” ab und wurde Professor für Kunst und Malerei.

Im Jahre 1964 ging CM in die USA.

Im Sommer des Jahres 1966 kehrte er auf seine Heimatinsel Lanzarote zurück und arbeitete dort als Maler, Bildhauer, Architekt, Umweltschützer, Denkmalschützer, Planer von Siedlungen und Gestalter von Landschaften und Gärten.

In dieser Zeit prägte CM das Bild von Lanzarote wie kein zweiter.
Lanzarote ist das grösste Kunstwerk, dass CM mit geschaffen hat.
Neben Kunstwerken und Skulpturen und Windspielen war er Begründer und Erbauer von bekannten Bauwerken wie:

- Monumente del Campesino.
- Jameos del Agua,
- Mirador del Rio
- Restaurant “El Diablo” im Nationalpark Timanfaya

An vielen Kreisverkehren und an Aussichtspunkten sind Skulpturen und kinetische Objekte von CM zu bewundern.

CM gilt als einer der Verantwortlichen, dass es keine Werbetafeln an den Strassen der Insel gibt. Zudem darf auf Lanzarote kein Haus höher als drei Stockwerke sein.

Als Manrique im Jahr 1988 nach Haria zog, übergab er sein Wohnhaus der Fundación.

César Manrique starb am 25.09.1992, zur Mittagszeit, im Alter von 73 Jahren bei einem tragischen Verkehrsunfall im Kreisverkehr nahe seinem ehemaligen Wohnhauses, der heutigen César Manrique Stiftung.

Auszeichnungen:
1978 Weltpreis für Ökologie und Tourismus, Berlin, Deutschland
1978 Großes Zivilverdienstkreuz für seine Umweltarbeit, überreicht von König Juan Carlos I., Spanien
1981 Mönchehauspreis für Kunst und Umwelt, Goslar, Deutschland
1982 „Netherlands Laureate Van D´Abeod“, Niederlande
1986 Europa Nostra Preis, Europaparlament
1989 Ernennung zum Mitglied des spanischen Komitees „Der Mensch und die Biosphäre“, UNESCO
1989 Preis für Schöne Kunst, Kanarische Regierung
1989 Fritz-Schumacher-Preis der Universität Hannover, Deutschland

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